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Project Architecture Company

BAUHAUS MUSEUM WEIMAR

Status: Internationaler Wettbewerb 2011, 1. Phase
Ort: Weimar, Deutschland
Grösse: 4.000 qm

Programm: Kunstmuseum mit Archiven, Kino und Cafe

The Strip
Das neue Bauhaus Museum befindet sich an der Schnittstelle von Weimarhallenpark, Gauforum und der kleinteiligen Bebauung der historischen Stadtmitte. Unser Entwurf verknüpft diese unterschiedlichen Elemente und erzeugt einen neuen Zusammenhang in diesem so fragmentierten Teil Weimars. Das Museum behauptet sich gegenüber dem großmaßstäblichen Gauforum, in dem es eine neue Achse unabhängig von der Nachbarbebauung formt.
Dieser programmatische Streifen / Strip erstreckt sich von der Karl-Liebknecht-Straße bis zur Asbachstraße. Der neue 98m lange und 21m breite Baukörper teilt das Grundstück in zwei kontrastierende städtische Räume: ein parkartiges begrüntes Dreieck zum angrenzenden Wohngebiet und einen urbanen Platz, welcher sich zur Innenstadt hin öffnet. Hier agiert der programmatischen Streifen als "roter Teppich", der die Besucher zum Haupteingang führt.
Auf der Erdgeschossebene spiegelt das neue Bauhaus Museum die Intimität des historischen Stadtgefüges wieder, während der 1800m2 grosse flexible Ausstellungsbereich darüber die Formensprache des Gauforums aufnimmt. Durch diese Kombination entsteht eine Gebäude, das sich einerseits auf den gegebenen Kontext bezieht, andererseits jedoch einen eigenen unabhängigen Charakter erhält.

Museum
Durch das Anheben der gesamten Ausstellungsfläche um 5m öffnet sich das Erdgeschoss der Umgebung und wird zu einer besonderen Zone für öffentliche Nutzungen - Cafe, Foyer, Shop, Wechselausstellungen, Veranstaltungen und Aufführungen. Diese Aktivitäten können sich auch bis in den Weimarhallenpark, das Parkdreieck und den ‘Strip’ ausbreiten und sorgen so für hohe Transparenz und Offenheit. Das Foyer funktioniert wie ein lebendiger Platz, von dem aus die Lehrräume, Kino und Gallerien erreichbar sind. Eine große Wendeltreppe führt nach unten zum Schaudepot und Archiv.

Wie das Bauhaus Spielzeug von Alma Siedhoff-Buscher (1923) können die Galerien basierend auf einem 7mx7m Modul je nach Bedarf flexibel in Form und Größe verändert werden.