ATB INSTITUT POTSDAM

Status: Workshop, 2013
Ort: Potsdam, Deutschland
Grösse: 2.000 qm

Programm: Neubau eines Zentrums für Technologie und Wissenstransfer für das Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V.
Team:
Yvonne Lange, Stephan Markus, Rachel McGinn, Dominic Poe, Park Sang-Eun, Katrin Schaadt, Shacha Toledo

Kontext
Das ATB Leibniz-Institut für Agrartechnik befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Domäne Bornim im Norden Potsdams, direkt an die Lennésche Feldflur angrenzend. Heute nutzt das ATB an diesem Standort eine Reihe von einfachen 1-geschossigen Arbeits- und Werkhallen sowie ein Verwaltungsgebäude aus den 1950er Jahren, welche weit verstreut und ohne direkte Verbindung zueinander auf dem Areal verteilt liegen. Ein zentrales, repräsentatives Gebäude, das der internen und externen Kommunikation dient und Raum für Veranstaltungen, Konferenzen und Seminare bietet, wird dringend benötigt.

Wir plazieren unseren neuen Baukörper bewusst nicht an naheliegender Stelle auf der grünen Wiese gegenüber dem Verwaltungsgebäude, sondern schlagen vielmehr den Hof inmitten der Werkhallen als Baufeld vor. So entsteht die Chance, das bestehende lose Gefüge zu verdichten, Verbindungen zwischen den einzelnen Häusern zu schaffen, dem ganzen Ensemble eine eigene gemeinsame Identität zu geben und den Hof mit neuen Nutzungen zu aktivieren.
Der Neubau funktioniert dabei als neues Herz des Campus und geht eine interessante Symbiose mit den Bestandsbauten ein. Die freigelassene grüne Wiese können wir im Gegenzug anderweitig nutzen, und zwar als „Future Field“, auf dem Testpflanzungen Besuchern zur Schau gestellt werden.

Entwurf
Der Baukörper setzt sich aus vier einfachen Riegeln verschiedener Länge zusammen, die versetzt aufeinandergestapelt wurden. So entsteht ein sternförmiges dreigeschossiges Gebäude mit einer zentralen Kommunikationszone in der Mitte, die alle Geschosse durch Lufträume miteinander verbindet.
Man betritt das Gebäude unter dem als Vordach dienenden auskragenden Obergeschoss. Das Erdgeschoss besteht aus zwei sich kreuzenden Riegeln mit Laboren und Büros. Am Kreuzungspunkt befindet sich die Lobby mit einer großzügigen Treppe, die auch als Auditorium genutzt werden kann. Das 1. OG besteht aus einem sehr offenen Grundriss mit flexiblen Gruppenräumen, einer Bibliothek sowie der Cafeteria, während sich im 2. OG ein großer Konferenzraum befindet. Alle Dachflächen sind begrünt und zum Teil als Terrassen nutzbar.


 

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